Folgende Leistungen bieten wir Ihnen an:

 

Rasenmähen
Regelmäßiges Rasenmähen fördert die Dichte des Rasens: Die Gräser bilden neue Seitentriebe, neue Blätter und Ausläufer. Zudem werden nicht schnittverträgliche Kräuter in ihre Schranken verwiesen. Die Schnitthöhe wirkt sich auf die Narbendichte und das Wurzelwerk aus. Kurz gemähter Rasen zeigt höhere Narbendichte, jedoch geringere Wurzelentwicklung. Eine Schnitthöhe zwischen 3,5 und 5 cm ist optimal, im Schatten jedoch nicht unter 4,5 cm.

Häufiger Fehler bei der Rasenpflege ist ein zu kurzer Schnitt: Werden die Gräser zu tief abgeschnitten, trocknet der Boden schneller aus, und freigelegte Wurzeln sterben ab. Dadurch verzögert sich der Wiederaustrieb, und der Breitwuchs ist gestört. Die Kahlstellen werden mit Unkraut besiedelt. Wenn die Gräser nach einer längeren Mähpause einmal höher gewachsen sind, sollten sie in mehreren Etappen auf die normale Länge zurückgeschnitten werden, das bedeutet: niemals mehr als die Hälfte der Aufwuchshöhe auf einmal abschneiden.

In unseren Breiten wachsen die Gräser im Frühsommer am stärksten, im Hochsommer dagegen wenig, denn die Trockenheit verlangsamt das Wachstum. Ein erneuter Wachstumsanstieg erfolgt im September, danach verlangsamt sich das Wachstum erneut im späteren Herbst und Winter. Für einen Hausrasen können 2o bis 4o Schnitte pro Jahr angegeben werden.

Beim Mulchen verbleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche: Das Schnittgut soll durch Bodenorganismen mineralisiert werden, und die enthaltenen Nährstoffe sollen dann den Gräsern wieder als Nahrung zur Verfügung stehen. Zudem erspart das Mulchen auch die oft teure Entsorgung des Schnittgutes. Für ein erfolgreiches Mulchen wird ein geeigneter Mulchmäher benötigt. Weiterhin sind folgende Bedingungen notwendig:

Der Rasen sollte möglichst trocken sein, das Schnittgut darf nicht zu lang sein, es muss also häufiger als üblich gemäht werden [2 mal pro Woche in der Hauptwachstumszeit], das Schnittgut darf nicht verklumpen und muss gleichmäßig auf der Fläche verteilt sein, das Schnittgut muss mineralisiert werden und darf sich nicht an der Bodenoberfläche als undurchlässige, schmierige Schicht [Filz] anreichern. Ist das Mulchen nicht möglich, dann sollte das Schnittgut auf den Kompost gebracht werden.


Düngen
Viele Rasenflächen leiden unter Nährstoffmangel: Erkennbar ist Nährstoffmangel am einfachsten an der nachlassenden Grünfärbung und am geringen Zuwachs. Ohne Wachstum gibt es jedoch keinen dichten, grünen Rasen. Ist der Boden an Nährstoffen verarmt, breiten sich Moos und Unkräuter aus. Wichtige Nährstoffe sind Stickstoff, Phospat, Kalium sowie Magnesium und Spurennährstoffe. Diese greifen in verschiedene Prozesse in der Pflanze ein und haben eine positive Wirkung:

Stickstoff [N]: ständiges Wachstum [Blattbildung, Bestockung, Bestand], Grünfärbung [Chlorophyllbildung], Regenerationswachstum, Aufbau von Zellen [Baustein für Eiweißbildung und Phytohormonen], Grünfärbung [Chlorophyllbildung]

Phosphor [P]: Wurzelwachstum, Steuerung von Wachstumsprozessen, Regulation des Energiehaushaltes

Kalium [K]: Festigung des Gewebes [Stärkung gegen Krankheiten], Reservestoffeinlagerung [Winter], mechanische Widerstandskraft, Regulierung des Wasserhaushaltes [Stärkung gegen Trockenheit], Steuerung und Optimierung des Stoffwechsels.


Dünger und Düngermenge
Spätestens alle 3 Jahre sollte der Nährstoffgehalt des Bodens analysiert werden und sich die Düngung an den Analysewerten orientieren: Der Jahresstickstoffbedarf unterscheidet sich je nach Rasentyp, Nutzung und Bodenart. Für einen Hausgartenrasen mit Abtransport des Schnittgutes liegt der Stickstoffbedarf je nach Belastungsart im Bereich von 1o bis 24 Gramm Reinnährstoff pro Quadratmeter und Jahr. Der Bedarf der anderen Hauptnährstoffe [Phosphor, Kalium] ist im Verhältnis vom Jahresstickstoff abhängig: Allgemein gilt das Verhältnis von N:P:K = 3:0,5:2.

Landwirtschaftliche oder gärtnerische Dünger haben für die Belange des Rasens eine falsche Nährstoffzusammensetzung: Sie wirken zu schnell und der Düngeeffekt ist nur von kurzer Dauer. Außerdem regen sie in erster Linie das Höhenwachstum an, und der Rasen produziert eine Unmenge an Schnittgut. Zudem besteht bei Regen die Gefahr der Nitratauswaschung und somit einer Verschmutzung des Grundwassers.

Rein organische Dünger besitzen einen zu geringen Nährstoffgehalt und ein für Rasen ungeeignetes Nährstoffverhältnis. Die Wirkung ist zudem nicht kontrollierbar. Damit alle Nährstoffe in der richtigen Form und Menge auch zur Verfügung stehen, gibt es die speziellen Rasenlangzeitdünger. Gute Rasenlangzeitdünger enthalten die Nährstoffe im richtigen Verhältnis, wirken lang anhaltend, verbrennen den Rasen nicht und fördern das Dichtewachstum. Entsprechend ihrer Zusammensetzung werden Langzeitdünger von Kurzzeitdüngern und Kombinationsdüngern unterschieden.

Mineralische Kurzzeitdünger sind sofort verfügbar, haben aber keine anhaltende Wirkung. Mineralische Langzeitdünger hingegen geben ihren Nährstoffvorrat über einen längeren Zeitraum in dosierter Form ab. Diese bestehen ganz oder überwiegend [über 8o Prozent] aus langsam wirkenden N-Formen synthetisch-organischer oder natürlich-organischer Art sowie umhüllten Düngern.

Art und Anteil des Stickstoffs sind entscheidende Qualitätsmerkmale eines Rasendüngers: Jede N-Form hat unterschiedliche Auswirkungen auf Wachstum, Grundwasserbelastung und Langzeitwirkung. In Abhängigkeit von der Herstellung [KWL-N und KWUL-N] und dem Gesamt-Stickstoff sind die verschiedenen Rasendünger von dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft den verschiedenen Wirkungstypen zugeordnet.


Düngertermine
In unseren Breiten wachsen die Gräser im Frühsommer am stärksten, im Hochsommer dagegen wenig, denn die Trockenheit verlangsamt das Wachstum. Ein erneuter Wachstumsanstieg ist im September zu verzeichnen, dann verlangsamt sich das Wachstum erneut im späteren Herbst und Winter. Durch gezielte Düngergaben lassen sich erwünschte Abläufe unterstützen oder unerwünschte Abläufe beeinflussen.

Der Dünger sollte vor oder zwischen den Wuchsmaxima im Frühjahr oder Sommer ausgebracht werden. Reine Zierrasenflächen ohne Belastung werden zweimal pro Jahr gedüngt. Auch Langzeitdünger sollten zweimal statt einmal im Jahr verwandt werden. Der Abbau ist abhängig von der Witterung, wobei die angegebene Abbauzeit bei einer Temperatur von 2o Grad Celsius berechnet wird. Oft liegen aber bereits im Mai schon die Temperaturen über 2o Grad.

Die erste Düngung mit einem Langzeitdünger erfolgt zum Wachstumsbeginn im Frühjahr [Mitte April], die zweite Düngung im Juli. Belasteter Rasen wird in aller Regel dreimal im Jahr mit Langzeitdünger gedüngt. Mögliche Zeiträume sind März oder April, Juni und August. Je stärker die Nutzung und je höher der Verschleiß der Gräser ist, desto mehr Nährstoffe werden zum Auswachsen der Schäden benötigt. Eine vierte Düngung im Herbst [Oktober] mit einem speziellen Dünger mit viel Kalium hilft dem Rasen besser über den Winter. Im Schatten von Bäumen wachsende Gräser benötigen mindestens eine dreimalige Düngung im Jahr, da die Bäume dem Boden ebenfalls Nährstoffe entziehen.

Vertikutieren

Unter Vertikutieren versteht man das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche, um Mulch (altes Schnittgut) und Moos
zu entfernen und die Belüftung des Bodens zu fördern. Der ursprünglich englische Ausdruck ist aus den Wörtern vertical and to cut zusammengesetzt.

Der erste Vertikutiergang ist im Frühjahr zwischen Mitte April und Anfang Mai zu empfehlen da der Rasen nach dieser Zeit regenerationsfähig ist.

Der Boden wird dabei millimetertief durch scharfe, versetzt angeordnete Messerscheiben eingeschitten.

Der unerwünschte Rasenfilz und abgestorbene Gräser werden aus dem Boden gerissen. Bei Geräten mit Fangsack wird das Material direkt aufgefangen.

Beim Vertikutieren werden zum Teil auch nicht fest verwurzelte Gräser mit herausgerissen. Aus diesem Grund dürfen frisch angelegte Rasenflächen nicht vertikutiert werden.

 

Nach dem Vertikutieren ist meist eine Düngung zu empfehlen.
Je nach Bodenbeschaffenheit sollte der Boden besandet werden.
Bei einer nicht mehr dichten Grasnarbe ist gegebenenfalls eine Nachsaat sinnvoll.

 

Als Faustregel gilt: Der Rasen sollte mindestens drei Jahre alt sein, bevor die erste “Vertikutiererkur” angewendet wird.

 

Wie entsteht Rasenfilz:

Während des Sommers sammeln sich zwischen den Gräsern Mäh- und Pflanzenreste.

So verfilzt mit der Zeit die Oberfläche-
der Boden dichtet ab, Wasser und Luft und Nährstoffe gelangen
nicht mehr an die Rasenwurzeln.

Die Graspflanzen wachsen schlechter und die Rasenfläche sieht krank und ungepflegt aus.

Oft verwechselt: Vertikutieren und Aerifizieren. Unter Aerifizieren versteht man die Belüftung einer Rasenfläche. Mittels einer Maschine werden 5 bis 9 cm tiefe und fingerdicke Löcher in die Rasenfläche gestochen und  nachträglich mit Sand verfüllt. Die Stachel, mit denen die Löcher erzeugt werden, können hohl oder massiv sein. Durch den Vorgang wird die Rasenverdichtung aufgebrochen, es erfolgt ein Gasaustausch, somit wird das Bodenleben der äroben Bakterien und das Rasenwachstum gefördert.
Im Anschluss an das Aerifizieren wird eine Nachsaat und eine Düngung durchgeführt. Auf Golfgrüns wird die Gesamtfläche nach dem Aerifizieren nachgesandet und eingeebnet (abgeschleppt). Aerifizieren wird meist vor einem saisonalen Wachstumsschub des Rasens durchgeführt, also Anfang Mai oder Mitte August. Je nach Boden- und Klimaverhältnissen kann dieses auch variieren, so dass Flächen öfter aerifiziert werden. Bei der Verwendung von kleinen Spoons wird ein Besandungsgang nicht unbedingt durchgeführt (z. B. um eine nasse Stelle zu belüften).

 

Unser Tipp für den Herbst!
Harken Sie bei trockener Witterung gefallenes Laub zusammen. Es sollte jedoch nicht verbrannt oder einfach weggeworfen werden, sondern ergibt kostbaren Laubhumus, der sich zur Bodenverbesserung und Düngung hervorragend eignet.

Regelmäßiges Vertikutieren ist zur Gesunderhaltung einer attraktiven Rasenfläche ebenso wichtig wie Mähen und Düngen.

In unseren Breiten kann je nach Wetterverhältnissen von April bis September vertikutiert werden. Unser Tipp: Bei einer Bodentemperatur von ca. 8° C fängt der Rasen an zu wachsen. Das Vertikutieren macht dann Sinn.

Auch das Vertikutieren im Herbst ist zu empfehlen. Der Rasen wird so vor dem Winter noch einmal fit gemacht und unerwünschtes im Sommer gewachsenes Moos wird entfernt.

 

Folgende Arbeitsschritte sollten Sie beachten:

 

 

Es gilt der Grundsatz: Lieber mehrmals in Abständen von einigen Wochen ca. 3 mm tief vertikutieren als einmal zu tief.

 

Ein gepflegter Rasen braucht normalerweise nur in einer Richtung vertikutiert werden. Der Rasen wird im Laufe der Jahre schonend vertikutiert, wenn Sie bei der nächsten Verwendung das Gerät möglichst versetzt zur vorherigen Richtung benutzen.

Wurde der Rasen mehrere Jahre nicht vertikutiert, sollten Sie ihn einmal in Längst- und nochmals in Querrichtung bearbeiten. Nach einer solchen Prozedur sieht die Rasenfläche oft sehr unansehnlich aus. Aber bald hat sich die Fläche regeneriert und sieht gesund und kräftig aus.

Licht, Luft, Wasser und die Nährstoffe gelangen nun schneller an die Rasenwurzeln und lassen den Rasen dichter und schöner wachsen. Die Erdoberfläche trocknet schneller ab.

 

 

 


Beregnen
Rasengräser bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser: Ohne Wasser wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Der Wasserbedarf eines Rasens hängt wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen [Durchlässigkeit] sowie von dem jeweiligen Rasentyp und vom Relief ab. Vor Welkebeginn sollte der Rasen im Abstand von 7 bis 14 Tagen am besten frühmorgens wurzeltief durchfeuchtet werden, das bedeutet, das Wasser sollte 1o bis 15 cm in den Wurzelbereich eindringen. Daraus ergibt sich je nach Bodenart etc. eine Beregnungsmenge von 15 bis 25 l/qm. So bleiben die Wurzeln in den tieferen Bodenschichten.

Zu häufiges Beregnen mit geringen Wassergaben sollte ebenso vermieden werden wie Bewässern mit zu hohen Wassermengen, beides verursacht ein flaches Wurzelwachstum. Die beste Zeit zum Beregnen ist frühmorgens, damit der Bestand schnell wieder abtrocknet im Laufe des Tages. Gräser unter Bäumen benötigen häufiger Wasser.